Amniozentese

Die Amnio­zen­tese wird in ört­li­cher Betäu­bung und unter Ultra­schall­kontrolle durch­ge­führt. Mit einer dün­nen Nadeln wird eine Probe aus dem Frucht­was­ser ent­nom­men. Darin befin­den sich Haut– und andere Zel­len des Kin­des. Diese Zel­len wer­den einer DNA– und Chromo­somenanalyse unter­zo­gen. Diese Methode kann ab der 15. SSW, wegen des nied­ri­ge­ren Risi­kos bes­ser in der 17./18. Schwanger­schaftswoche durch­ge­führt werden.

Mit nahezu 100-prozentiger Sicher­heit kön­nen chro­mo­so­male Beson­der­hei­ten wie Tri­so­mien, einige Erb­krank­hei­ten und bestimmte Fehl­ent­wick­lun­gen des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems erkannt wer­den. So erfolgt bei der Amnio­zen­tese eben­falls ein Test auf Vor­lie­gen eines offe­nen Rückens.

Das Ergeb­nis liegt nach etwa 10–14 Tagen vor, jedoch kön­nen mit Hilfe des „FISH“-Tests die häu­figs­ten Tri­so­mien bereits nach 24 Stun­den aus­ge­schos­sen werden.

Eine inva­sive Unter­su­chungs­me­thode ist natür­lich auch mit Risi­ken ver­bun­den, die immer genau abge­wo­gen wer­den müs­sen. So liegt das Fehl­ge­burts­ri­siko bei einer Amnio­zen­tese bei bis etwa 0,5 Pro­zent. Die­ses Risiko ver­rin­gert sich bei spä­te­ren Punk­tio­nen. Auch ist die, wenn auch geringe, Gefahr gege­ben, dass es zu Gebärmutter­kontraktionen (früh­zei­tige Wehen) oder Infek­tio­nen kommt. Wir emp­feh­len des­halb anschlie­ßend an eine sol­che Unter­su­chung ein bis zwei Tage kör­per­li­che Schonung.